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	<title>Baustatik-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-09T15:16:23Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12867</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-10-23T09:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt (ohne Beiwerte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beiwerte k und kc===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zuvor beschriebene Berechnungsmodell beruht auf der Annahme, dass sich kurz vor der Rissbildunug über die gesamte Querschnittsfläche eine konstante Zugspannungsverteilung einstellt, die die wirksame Betonzugfestigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
Unter realen Bedingungen ergeben sich jedoch immer nichtlinear verteilte Spannungsverläufe, da die Verformungseinwirkungen ebenfalls nichtlinear verteilt über die Querschnittshöhe auftreten (z.B. stärkere Abkühlung an der Bauteiloberfläche als im Kern oder unterschiedliche Oberflächentemperaturen). Diese nichtlinearen Spannungsverläufe lassen sich nach Art der Zwangsbeanspruchung in konstante, lineare und nichtlineare Spannungsanteile zerlegen.&lt;br /&gt;
Die nichtlinear verteilten Spannungsanteile werden auch als Eigenspannungsanteile bezeichnet, die sich mit der Rissbildung gegenseitig aufheben und daher mit bei der Rissbildung nicht auf die Bewehrung umgelagert werden. Dieses wirkt sich günstig auf den erforderlichen Bewehrungsquerschnitt zur Rissbreitenbegrenzung aus und kann nach Eurocode 2 über den Beiwert &#039;&#039;k&#039;&#039; berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
Der Beiwert k&amp;lt;sub&amp;gt;c&amp;lt;b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12866</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12866"/>
		<updated>2021-10-23T09:18:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt (ohne Beiwerte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beiwerte k und kc==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zuvor beschriebene Berechnungsmodell beruht auf der Annahme, dass sich kurz vor der Rissbildunug über die gesamte Querschnittsfläche eine konstante Zugspannungsverteilung einstellt, die die wirksame Betonzugfestigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
Unter realen Bedingungen ergeben sich jedoch immer nichtlinear verteilte Spannungsverläufe, da die Verformungseinwirkungen ebenfalls nichtlinear verteilt über die Querschnittshöhe auftreten (z.B. stärkere Abkühlung an der Bauteiloberfläche als im Kern oder unterschiedliche Oberflächentemperaturen). Diese nichtlinearen Spannungsverläufe lassen sich nach Art der Zwangsbeanspruchung in konstante, lineare und nichtlineare Spannungsanteile zerlegen.&lt;br /&gt;
Die nichtlinear verteilten Spannungsanteile werden auch als Eigenspannungsanteile bezeichnet, die sich mit der Rissbildung gegenseitig aufheben und daher mit bei der Rissbildung nicht auf die Bewehrung umgelagert werden. Dieses wirkt sich günstig auf den erforderlichen Bewehrungsquerschnitt zur Rissbreitenbegrenzung aus und kann nach Eurocode 2 über den Beiwert &#039;&#039;k&#039;&#039; berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
Der Beiwert k&amp;lt;sub&amp;gt;c&amp;lt;b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12865</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12865"/>
		<updated>2021-10-23T09:08:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt (ohne Beiwerte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Beiwerte k und kc&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zuvor beschriebene Berechnungsmodell beruht auf der Annahme, dass sich kurz vor der Rissbildunug über die gesamte Querschnittsfläche eine konstante Zugspannungsverteilung einstellt, die die wirksame Betonzugfestigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
Unter realen Bedingungen ergeben sich jedoch immer nichtlinear verteilte Spannungsverläufe, da die Verformungseinwirkungen ebenfalls nichtlinear verteilt über die Querschnittshöhe auftreten (z.B. stärkere Abkühlung an der Bauteiloberfläche als im Kern oder unterschiedliche Oberflächentemperaturen). Diese nichtlinearen Spannungsverläufe lassen sich nach Art der Zwangsbeanspruchung in konstante, lineare und nichtlineare Spannungsanteile zerlegen.&lt;br /&gt;
Die nichtlinear verteilten Spannungsanteile werden auch als Eigenspannungsanteile bezeichnet, die sich mit der Rissbildung gegenseitig aufheben und daher mit bei der Rissbildung nicht auf die Bewehrung umgelagert werden. Dieses wirkt sich günstig auf den erforderlichen Bewehrungsquerschnitt zur Rissbreitenbegrenzung aus und kann nach Eurocode 2 über den Beiwert &#039;&#039;k&#039;&#039; berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
Der Beiwert k&amp;lt;sub&amp;gt;c&amp;lt;b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12864</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12864"/>
		<updated>2021-10-23T09:03:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt (ohne Beiwerte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Berechnungsmodell beruht auf der Annahme, dass sich kurz vor der Rissbildunug über die gesamte Querschnittsfläche eine konstante Zugspannungsverteilung einstellt, die die wirksame Betonzugfestigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
Unter realen Bedingungen ergeben sich jedoch immer nichtlineare Spannungsverläufe, da die Verformungseinwirkungen ebenfalls nichtlinear verteilt über die Querschnittshöhe auftreten (z.B. stärkere Abkühlung an der Bauteiloberfläche als im Kern). Die daraus resultierenden nichtlinear verteilten Spannungsanteile werden als Eigenspannungsanteile bezeichnet, die sich mit der Rissbildung gegenseitig aufheben und daher mit bei der Rissbildung nicht auf die Bewehrung umgelagert werden. Dieses wirkt sich günstig auf den erforderlichen Bewehrungsquerschnitt zur Rissbreitenbegrenzung aus und kann nach Eurocode 2 über den Beiwert &#039;&#039;k&#039;&#039; berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12863</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12863"/>
		<updated>2021-10-23T09:02:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt ohne Beiwerte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Durch Umstellen der Gleichgewichtsgleichung lässt sich der erforderliche Bewehrungsquerschnitt ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Berechnungsmodell beruht auf der Annahme, dass sich kurz vor der Rissbildunug über die gesamte Querschnittsfläche eine konstante Zugspannungsverteilung einstellt, die die wirksame Betonzugfestigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
Unter realen Bedingungen ergeben sich jedoch immer nichtlineare Spannungsverläufe, da die Verformungseinwirkungen ebenfalls nichtlinear verteilt über die Querschnittshöhe auftreten (z.B. stärkere Abkühlung an der Bauteiloberfläche als im Kern). Die daraus resultierenden nichtlinear verteilten Spannungsanteile werden als Eigenspannungsanteile bezeichnet, die sich mit der Rissbildung gegenseitig aufheben und daher mit bei der Rissbildung nicht auf die Bewehrung umgelagert werden. Dieses wirkt sich günstig auf den erforderlichen Bewehrungsquerschnitt zur Rissbreitenbegrenzung aus und kann nach Eurocode 2 über den Beiwert &#039;&#039;k&#039;&#039; berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12862</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12862"/>
		<updated>2021-10-23T09:01:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Umstellen der Gleichgewichtsgleichung lässt sich der erforderliche Bewehrungsquerschnitt ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Berechnungsmodell beruht auf der Annahme, dass sich kurz vor der Rissbildunug über die gesamte Querschnittsfläche eine konstante Zugspannungsverteilung einstellt, die die wirksame Betonzugfestigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
Unter realen Bedingungen ergeben sich jedoch immer nichtlineare Spannungsverläufe, da die Verformungseinwirkungen ebenfalls nichtlinear verteilt über die Querschnittshöhe auftreten (z.B. stärkere Abkühlung an der Bauteiloberfläche als im Kern). Die daraus resultierenden nichtlinear verteilten Spannungsanteile werden als Eigenspannungsanteile bezeichnet, die sich mit der Rissbildung gegenseitig aufheben und daher mit bei der Rissbildung nicht auf die Bewehrung umgelagert werden. Dieses wirkt sich günstig auf den erforderlichen Bewehrungsquerschnitt zur Rissbreitenbegrenzung aus und kann nach Eurocode 2 über den Beiwert &#039;&#039;k&#039;&#039; berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12861</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12861"/>
		<updated>2021-10-23T08:59:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Umstellen der Gleichgewichtsgleichung lässt sich der erforderliche Bewehrungsquerschnitt ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Berechnungsmodell beruht auf der Annahme, dass sich kurz vor der Rissbildunug über die gesamte Querschnittsfläche eine konstante Zugspannungsverteilung einstellt, die die wirksame Betonzugfestigkeit erreicht.&lt;br /&gt;
Unter realen Bedingungen ergeben sich jedoch immer nichtlineare Spannungsverläufe, da die Verformungseinwirkung ebenfalls nichtlinear verteilt über die Querschnittshöhe auftreten (z.B. stärkere Abkühlung an der Bauteiloberfläche als im Kern). Die daraus resultierenden nichtlinear verteilten Spannungsanteile werden als Eigenspannungsanteile bezeichnet, die sich mit der Rissbildung gegenseitig aufheben und daher mit bei der Rissbildung nicht auf die Bewehrung umgelagert werden. Dieses wirkt sich günstig auf den erforderlichen Bewehrungsquerschnitt zur Rissbreitenbegrenzung aus und kann nach Eurocode 2 über den Beiwert &#039;&#039;k&#039;&#039; berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
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|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12860</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12860"/>
		<updated>2021-10-23T08:43:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zulässige Rissbreiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Umstellen der Gleichgewichtsgleichung lässt sich der erforderliche Bewehrungsquerschnitt ermitteln. Dieser wird nach Eurocode 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12859</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12859"/>
		<updated>2021-10-23T08:42:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Besonderheit bei Zwang */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Umstellen der Gleichgewichtsgleichung lässt sich der erforderliche Bewehrungsquerschnitt ermitteln. Dieser wird nach Eurocode 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12745</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12745"/>
		<updated>2021-08-10T09:14:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
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!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{s,min} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_{s,min} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Umstellen der Gleichgewichtsgleichung lässt sich der erforderliche Bewehrungsquerschnitt ermitteln. Dieser wird nach Eurocode 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;A_{s,min} = \frac{f_{ct,eff} \cdot A_{ct}}{\sigma_S} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12744</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12744"/>
		<updated>2021-08-10T08:09:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Nachweisverfahren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachweis der Rissbreitenbegrenzung kann erfolgen:&lt;br /&gt;
:* ohne direkte Berechnung der Rissbreite durch die Begrenzung des Stabdurchmessers oder die Begrenzung der Stababstände der Bewehrung (Tabellen)&lt;br /&gt;
:* durch direkte Berechnung der Rissbreite und Gegenüberstellen mit der zulässigen Rissbreite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung die Zugkraft aufnehmen kann, die mit der Rissbildung vom Beton auf die Bewehrung umgelagert wird. Dabei darf die charakteristische Streckgrenze der Bewehrung nicht überschritten werden.&lt;br /&gt;
Sofern nicht nachgewiesen wird, dass die zu erwartenden Zwangsschnittkräfte die Rissschnittkräfte nicht erreichen, muss die Mindestbewehrung für die Rissschnittkraft bemessen werden. Diese stellt den maximal möglichen Wert der Zwangskraft, da diese durch Rissbildung abgebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bemessungsgleichungen aus Eurocode 2 lassen sich aus der Kräftegleichgewicht ableiten, welches zwischen den Zuständen kurz vor (Zustand 1) und nach der Rissbildung (Zustand 2) herrschen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zugkraft vor Rissbildung (Zustand 1):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; f_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || wirksame Betonzugfestigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Zugzone&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Zugkraft nach Rissbildung (Zustand 2):&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = \sigma_S \cdot A_s &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Absolutwert der maximal zulässigen Stahlspannung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; A_s &amp;lt;/math&amp;gt; || Querschnittsfläche der Bewehrung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Gleichgewicht zwischen Zustand 1 und Zustand 2:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; F_S = F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S \cdot A_s = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::mit&lt;br /&gt;
:::{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_S &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft, die vom Stahlquerschnitt aufgenommen werden kann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;math&amp;gt; F_{ct,eff} &amp;lt;/math&amp;gt; || Zugkraft im Beton zum Zeitpunkt der Rissbildung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* Erforderlicher Mindestbewehrungsquerschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Umstellen der Gleichgewichtsgleichung lässt sich der erforderliche Bewehrungsquerschnitt ermitteln. Dieser wird nach Eurocode 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt; \sigma_S A_s = f_{ct,eff} \cdot A_{ct} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Begrenzung des Stabdurchmessers == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12743</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12743"/>
		<updated>2021-08-10T07:04:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Nachweisverfahren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eurocode 2 fordert im Abschnitt 7.3:&lt;br /&gt;
:* den Nachweis/die Bemessung eines Mindestbewehrungsquerschnittes für Zwangsbeanspruchungen&lt;br /&gt;
:* den Nachweis der Rissbreitenbegrenzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mindestbewehrung nach Eurocode 2 Abschnitt 7.3 soll sicherstellen, dass die Bewehrung in der Lage ist, die Rissschnittgröße aufzunehmen ohne dass die charakteristische Zugfestigkeit des Bewehrungsstahls überschritten wird.&lt;br /&gt;
Dabei darf die Bemessung der Bewehrung für die Rissschnittgröße erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12742</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12742"/>
		<updated>2021-08-10T06:48:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Hintergrund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die Zugbeanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreicht. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12741</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12741"/>
		<updated>2021-08-10T06:47:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* lokale Änderung der Steifigkeit = Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12737</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12737"/>
		<updated>2021-08-08T13:08:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12736</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12736"/>
		<updated>2021-08-08T13:08:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Besonderheit bei Zwang */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
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====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
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!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
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!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12735</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12735"/>
		<updated>2021-08-08T13:07:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Besonderheit bei Zwang */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen können sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12734</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12734"/>
		<updated>2021-08-08T13:06:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Besonderheit bei Zwang */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12733</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12733"/>
		<updated>2021-08-08T13:06:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zulässige Rissbreiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12732</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12732"/>
		<updated>2021-08-08T13:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zulässige Rissbreiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sind abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039; [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; Baar, S.; Ebeling, K.: Lohmeyer Stahlbetonbau. Bemessung - Konstruktion - Ausführung. 10.Auflage. Wiesbaden 2017  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12731</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12731"/>
		<updated>2021-08-08T13:00:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zulässige Rissbreiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
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Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Dieser ist abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Zulässige Rissbreiten [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:10px;&amp;quot;| &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:80px;&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:150px;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Fußnoten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Bei Expositionsklasse X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und der Grenzwert dient i.A. der Wahrung &amp;lt;br&amp;gt;eines akzeptablen Erscheinungsbildes. Sofern diesbezüglich keine Anforderungen bestehen, darf der Wert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird, darf der Dekompressionsnachweis &amp;lt;br&amp;gt; entfallen (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;|Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12730</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12730"/>
		<updated>2021-08-08T12:43:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zulässige Rissbreiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Dieser ist abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;width:200px;&amp;quot;| zulässige Rissbreiten [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;6&amp;quot;| &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; Bei den Expositionsklassen X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und dieser Grenzwert wird i. Allg. zur Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes gesetzt. Fehlen entsprechende Anforderungen an das Erscheinungsbild, darf dieser Grenzwert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt; Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12729</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12729"/>
		<updated>2021-08-08T12:38:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zulässige Rissbreiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Dieser ist abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;width:500px&amp;quot;| zulässige Rissbreiten [mm] nach DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;width:100px&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:100px&amp;quot; |1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:100px&amp;quot; |2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:100px&amp;quot; |3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:100px&amp;quot; |4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center; width:100px&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot;| &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; Bei den Expositionsklassen X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und dieser Grenzwert wird i. Allg. zur Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes gesetzt. Fehlen entsprechende Anforderungen an das Erscheinungsbild, darf dieser Grenzwert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt; Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren), darf der Dekompressionsnachweis entfallen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt; Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12728</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T12:29:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten=&lt;br /&gt;
Zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, eines angemessenen Erscheinungsbildes und der ordnungsgemäßen Nutzbarkeit von Stahlbetonbauteilen normiert Eurocode 2 Grenzwerte für die rechnerische Rissbreite &#039;&#039;w&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Dieser ist abhängig von der Art der Bauweise (Stahl- oder Spannbeton) und den Umgebungsbedingungen, denen die Bauteile ausgesetzt sind (Expositionsklasse). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rissbreite nicht nur für die Nutzung, sondern auch für die Bauphase des Bauwerks gilt und somit die Expositionsklasse entsprechend anzupassen ist. Die Grenzwerte, welche durch die DIN EN 1992-1-1&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q2&amp;quot;&amp;gt; DIN EN 1992-1-1 Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken. Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau mit Nationalem Anhang. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt; empfohlen werden, sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Für horizontale Flächen, die mit Chloriden beansprucht werden, beispielsweise in Parkhäusern, reichen die angegebenen Grenzwerte nicht aus und es sollten höhere Anforderungen definiert werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name = &amp;quot;Q3&amp;quot;&amp;gt; Fingerloos, F.; Hegger, J.; Zilch, K.: EUROCODE 2 für Deutschland. Kommentierte und konsolidierte Fassung. 2., überarbeitete Auflage. Beuth Verlag GmbH 2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Expositionsklasse&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Konstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Stahlbeton und Spannbeton mit Vorspannung ohne Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Spannbeton mit Vorspannung mit sofortigem Verbund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Einwirkungskombination&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!quasi-ständig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!häufig&lt;br /&gt;
!selten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
!X0, XC1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,4 &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
!XC2, XC3, XC4&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,3&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b),c)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2 &amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;|XS1, XS2, XS3 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
XD1, XD2, XD3 &amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |Dekompression&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: center;&amp;quot; |0,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot;| &amp;lt;sup&amp;gt;a)&amp;lt;/sup&amp;gt; Bei den Expositionsklassen X0 und XC1 hat die Rissbreite keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit und dieser Grenzwert wird i. Allg. zur Wahrung eines akzeptablen Erscheinungsbildes gesetzt. Fehlen entsprechende Anforderungen an das Erscheinungsbild, darf dieser Grenzwert erhöht werden.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;b)&amp;lt;/sup&amp;gt; Zusätzlich ist der Nachweis der Dekompression unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination zu führen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;c)&amp;lt;/sup&amp;gt; Wenn der Korrosionsschutz anderweitig sichergestellt wird (Hinweise hierzu in den Zulassungen der Spannverfahren), darf der Dekompressionsnachweis entfallen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;d)&amp;lt;/sup&amp;gt; Bei dieser Expositionsklasse können besondere Maßnahmen erforderlich sein.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehenden Risse sind nach der voranstehenden Norm mit einer Mindestbewehrung in ihrer Breite zu begrenzen, sodass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Bei folgenden Bauteilen kann die Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung entfallen: &amp;lt;ref name = &amp;quot;Q1&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Innenbauteile zu denen Feuchtigkeit keinen Zugang hat (Expositionsklasse XC1)&lt;br /&gt;
* Bauteile ohne Korrosionsgefahr bei denen breite Risse mit z.B. einer Abdeckung geschützt werden&lt;br /&gt;
* biegebeanspruchte Platten mit einer Gesamtdicke von maximal 20cm, die nur unwesentlich durch zentrischen Zug beansprucht sind, bei denen eine Mindestbewehrung nach DIN EN 1992-1-1 angeordnet ist und bei denen keine zusätzlichen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und das Erscheinungsbild gestellt werden&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12727</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12727"/>
		<updated>2021-08-08T11:34:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Hintergrund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung wiederholt sich dieser Vorgang, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12726</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12726"/>
		<updated>2021-08-08T11:30:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Besonderheit bei Zwang */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Steigerung der Einwirkung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen. Aus diesem Grund ist in Stahlbetonbauteilen nach Eurocode 2 eine Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen einzulegen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12725</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12725"/>
		<updated>2021-08-08T11:22:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Steigerung der Einwirkung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es sogar möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anordnung der rissbreitenbegrenzenden Bewehrung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12724</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12724"/>
		<updated>2021-08-08T11:20:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Hintergrund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Steigerung der Einwirkung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch können zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es sogar möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12723</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T11:06:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Risse infolge Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Steigerung der Einwirkung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit bei Zwang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es sogar möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<updated>2021-08-08T11:05:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Risse infolge Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Steigerung der Einwirkung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann ist es sogar möglich, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die maximale Stahlzugkraft nicht groß genug ist um einen weiteren Riss zu verursachen. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12721</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12721"/>
		<updated>2021-08-08T11:02:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Risse infolge Lastbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Steigerung der Einwirkung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann es passieren, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die Zugkraft im im ungerissenen Bauteilbereichen die Rissschnittgröße nicht mehr erreicht. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12720</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T10:58:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Hintergrund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung einer Last- oder Verformungseinwirkung entstehen im Bauteil zunehmend Beanspruchungen, bis es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone kommt. Hierzu kommt es wenn die resultierenden Beanspruchungen die Betonzugfestigkeit erreichen. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugspannung bzw. Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Einwirkung vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die Einleitungslänge und die damit auch maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Steigerung der Einwirkung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer, ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine weiteren Risse mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Einwirkung kommt es dadurch nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann es passieren, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die Zugkraft im im ungerissenen Bauteilbereichen die Rissschnittgröße nicht mehr erreicht. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12719</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T10:50:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Risse infolge Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine neuen Riss mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Beanspruchungen infolge Last oder Zwang erfolgz somit nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende Stahldehnung in den bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es noch vor Bildung des ersten Risses der Fall war. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann es passieren, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die Zugkraft im im ungerissenen Bauteilbereichen die Rissschnittgröße nicht mehr erreicht. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
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|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12718</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12718"/>
		<updated>2021-08-08T10:46:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Risse infolge Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine neuen Riss mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Beanspruchungen infolge Last oder Zwang erfolgz somit nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die mitresultierende die Stahldehnung innerhalb der bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als noch vor Bildung des ersten Risses der Fall ist. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann dieses dazu führen, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die Zugkraft im Bauteil die Rissschnittgröße nicht mehr erreicht. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T10:45:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Risse infolge Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine neuen Riss mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Beanspruchungen infolge Last oder Zwang erfolgz somit nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die resultierende die Stahldehnung innerhalb der bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als noch vor Bildung des ersten Risses der Fall ist. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann dieses dazu führen, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die Zugkraft im Bauteil die Rissschnittgröße nicht mehr erreicht. Nur bei ausreichend bewehrten Bauteilen kann sich die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Zustände der Rissbildung einstellen [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T10:40:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Risse infolge Zwangsbeanspruchungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine neuen Riss mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Beanspruchungen infolge Last oder Zwang erfolgz somit nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwangsbeanspruchungen entstehen durch die Behinderung einer Verformung, wobei sich die resultierende Zwangsschnittgröße bei einer vollen Verformungsbehinderung aus dem Hookschen Gesetz ergibt (σzW = E * εZw). Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei einer teilweisen Ermöglichung einer Verformung auch nur ein Teil der Verformungseinwirkung in einer Zwangsschnittgröße resultiert (σzW = E * (εZw - ΔεZw).&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Rissbildung ist dieses von Bedeutung, da ab Bildung des ersten Risses bei weiterer Steigerung der Verformungseinwirkung auch die resultierende die Stahldehnung innerhalb der bereits entstandenen Risse einen Einfluss auf die weitere Entwicklung der maximalen Zwangszugkraft im Bauteil hat. Durch die teilweise ermöglichte Bauteilverkürzung (Rissöffnung) wächst die Zwangszugkraft bei stetiger Steigerung der Verformungseinwirkung nach Erstrissbildung langsamer an, als es bei einem noch vollständig rissfreien Bauteil der Fall ist. Bei zu schwach bewehrten Bauteilen kann dieses sogar dazu führen, dass es nach Entstehung des ersten Risses nur noch zu einer weiteren Rissöffnung dieses ersten Risses kommt, da die Zugkraft im Bauteil die Rissschnittgröße nicht mehr erreicht [AVAK 177].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T09:58:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Hintergrund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren Verlauf zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen geringer ist als die erforderliche Länge zur Einleitung der Rissschnittgröße. Dadurch könne zwischen bereits entstandenen Rissen keine neuen Riss mehr entstehen. Bei weiterer Steigerung der Beanspruchungen infolge Last oder Zwang erfolgz somit nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
|Quality-flag = [[File:quality-flag-white.gif|right|70px]]&lt;br /&gt;
|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12714</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T09:45:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zustände der Rissbildung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
und der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Hintergrund====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den entstandenen Rissen nicht mehr ausreicht um die Stahlzugkräfte wieder vollständig in den Beton einzuleiten. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass die Betonspannungen am Ende der Lasteinleitungslänge bis zur Rissschnittgröße anwachsen. Bei weiterer Laststeigerung somit nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen; eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht. Diese Phase wird daher als Zustand des abgeschlossenen Rissbildes bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Seiteninfo&lt;br /&gt;
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|Status = Seite in Bearbeitung}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12713</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T09:39:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zustände der Rissbildung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses ist der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den Abständen geringer als die erforderliche Länge für die Einleitung der Stahlzugkräfte ist. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass die Betonspannungen am Ende der Lasteinleitungslänge bis zur Rissschnittgröße anwachsen. Bei weiterer Laststeigerung nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen, eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht und es wurde der Zustand des abgeschlossenen Rissbildes erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T09:38:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zustände der Rissbildung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbetonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden. Diese stellen sich bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung nacheinander ein. Dieses sind die Zustände der&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den Abständen geringer als die erforderliche Länge für die Einleitung der Stahlzugkräfte ist. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass die Betonspannungen am Ende der Lasteinleitungslänge bis zur Rissschnittgröße anwachsen. Bei weiterer Laststeigerung nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen, eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht und es wurde der Zustand des abgeschlossenen Rissbildes erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12711</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12711"/>
		<updated>2021-08-08T09:36:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zustände der Rissbildung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbeton kann in zwei Zustände unterschieden werden, die sich bei stetiger Steigerung der Beanspruchung nacheinander einstellen. Dieses ist der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den Abständen geringer als die erforderliche Länge für die Einleitung der Stahlzugkräfte ist. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass die Betonspannungen am Ende der Lasteinleitungslänge bis zur Rissschnittgröße anwachsen. Bei weiterer Laststeigerung nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen, eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht und es wurde der Zustand des abgeschlossenen Rissbildes erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12710</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T09:35:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zustände der Rissbildung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbeton kann in zwei Zustände unterschieden werden, die sich bei stetiger Steigerung der Beanspruchung nacheinander einstellen. Dieses ist der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand der Erstrissbildung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;&#039;Zustand des abgeschlossenen Rissbildes&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den Abständen geringer als die erforderliche Länge für die Einleitung der Stahlzugkräfte ist. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass die Betonspannungen am Ende der Lasteinleitungslänge bis zur Rissschnittgröße anwachsen. Bei weiterer Laststeigerung nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen, eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht und es wurde der Zustand des abgeschlossenen Rissbildes erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- [[Kategorie:Grundlagen/Begriffe-Stahlbetonbau]] --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12709</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T09:34:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zustände der Rissbildung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbeton kann in zwei Zustände unterschieden werden, die sich bei stetiger Steigerung der Beanspruchung nacheinander einstellen. Dieses ist der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zustand der Erstrissbildung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Zustand des abgeschlossene Rissbildes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den Abständen geringer als die erforderliche Länge für die Einleitung der Stahlzugkräfte ist. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass die Betonspannungen am Ende der Lasteinleitungslänge bis zur Rissschnittgröße anwachsen. Bei weiterer Laststeigerung nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen, eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht und es wurde der Zustand des abgeschlossenen Rissbildes erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<updated>2021-08-08T09:33:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Zustände der Rissbildung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgang der Rissbildung in Stahlbeton kann in zwei Zustände unterschieden werden, die sich bei stetiger Steigerung der Beanspruchung nacheinander einstellen. Dieses ist der Zustand der Erstrissbildung und der Zustand des abgeschlossene Rissbildes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortlaufender Steigerung der Zugbeanspruchung infolge Last oder Zwang kommt es zur Bildung eines ersten Risses über die Höhe der Zugzone des Bauteils, wenn die Betonzugfestigkeit erreicht wird. &lt;br /&gt;
Durch die Rissbildung wird im Riss die zuvor noch durch den Betonquerschnitt aufgenommene Zugkraft auf die Bewehrung umgelagert, wodurch diese gedehnt wird und sich der Riss öffnet. Entsprechend des Hookeschen Gesetzes ist die resultierende Rissöffnung auf Höhe der Schwerelinie der Zugbewehrung direkt abhängig vom vorhandenen Bewehrungsquerschnitt in der Zugzone und der aufgenommenen Zugkraft (ε = (Fcr/As) / Es). Da die Bewehrung an den Rissufern im Beton verankert ist, wird die Stahlzugkraft über die Verbundspannung zwischen Bewehrungsstahl und Beton über eine bestimmte Länge wieder in Beton eingeleitet. Durch diese Verankerung nehmen die Zugspannungen im Stahl über die Einleitungslänge ab und die Spannungen im Betonquerschnitt nehmen wieder zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weiterer Steigerung der Zugbeanspruchung im Bauteil durch Last oder Zwang vergrößert sich im weiteren zum einen die Stahlzugkraft und -dehnung im Riss und zum anderen wird auch die maximale Zugspannung im Beton am Ende der Einleitungslänge größer. Dieses erfolgt solange, bis am Ende der Einleitungslänge wieder die Betonzugfestigkeit erreicht wird und sich ein weiterer Riss bildet. Dieser Vorgang setzt sich bei weiterer Laststeigerung fort, bis der Abstand zwischen den Abständen geringer als die erforderliche Länge für die Einleitung der Stahlzugkräfte ist. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass die Betonspannungen am Ende der Lasteinleitungslänge bis zur Rissschnittgröße anwachsen. Bei weiterer Laststeigerung nur noch zu einer Zunahme der Stahldehnung in den bereits entstandenen Rissen, eine Bildung weiterer Risse erfolgt nicht und es wurde der Zustand des abgeschlossenen Rissbildes erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
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= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
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=Quellen=&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12707</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12707"/>
		<updated>2021-08-08T08:42:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diissbildung Betoonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden,. Dieses ssind der Zustand dee rstrissbildung und das abgeschlossene Rissbild. Bei der Erstrissbildung entsteht beim Überschreiten der Betonzugfestigkeit ein Einzelriss, der im Wirkungsbereich der Mindestbewehrung mit hoher Wahrscheinlichkeit die zulässige Rissbreite nicht übersteigt. Durch die Begrenzung der Rissbreite kann die volle Zwangskraft jedoch nicht nur durch diesen einen Riss abgebaut werden. Daher entstehen weitere Risse bis die Zwangskraft vollständig abgebaut ist. [1]&lt;br /&gt;
Bei der Rissbildung wird die freiwerdende Zugkraft, die im Beton zum Riss führt, vom Stahlquerschnitt aufgenommen. Von den Rissufern beginnend wird diese Kraft vom Stahl wieder in den Beton eingeleitet. Da die Zwangsschnittgröße durch den Riss teilweise abgebaut wird, übersteigen die Spannungen im Beton zunächst nicht wieder die Betonzugfestigkeit. Erst wenn die Zwangsspannung und damit auch die Zugspannung im Beton weiter ansteigt und die Betonzugfestigkeit überschreitet, entsteht der nächste Riss. Das abgeschlossene Rissbild ist erreicht, wenn die Zwangsbeanspruchung vollständig abgebaut ist und die Zugfestigkeit im Betonquerschnitt nicht mehr überschritten wird.&lt;br /&gt;
Der Rissabstand ergibt sich aus der Einleitungslänge, also der Länge, über welche die Kraft aus dem Stahl in den Beton eingeleitet wird. Bei einer geringen Beanspruchung entspricht der maximale Rissabstand der doppelten Einleitungslänge. Steigt die Beanspruchung an, verringert sich der Rissabstand auf die Größe der Einleitungslänge. [3]&lt;br /&gt;
Außerhalb des Wirkungsbereiches der Bewehrung laufen die entstehenden Einzelrisse zu Sammelrissen zusammen. Da die Breite dieser Sammelrisse größer als der vorgegebene Maximalwert ist, muss die Mindestbewehrung über die gesamte Höhe der Zugzone am Bauteilrand verteilt werden. Bei gegliederten Querschnitten muss die Bewehrung zusätzlich für die Teilquerschnitte einzeln ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Dabei ist sowohl die frühe Rissbildung durch den Zwang aus dem Abfließen der Hydratationswärme als auch die späte Rissbildung aus einer Überlagerung aus Last- und Zwangsbeanspruchungen zu berücksichtigen. Auch der Einfluss einer möglichen Überfestigkeit des Betons bei der Rissbildung infolge des späten Zwangs darf nicht vernachlässigt werden. Daher wird bei der Ermittlung der Mindestbewehrung für eine Beanspruchung aus spätem Zwang ein Mindestwert der Betonzugfestigkeit von fct,eff = 3,0 N/mm2 vorgegeben. [1]&lt;br /&gt;
Nach DIN EN 1992-1-1 darf die Bemessung der Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung mit dem Bemessungswert der Zwangsspannung σct,d erfolgen, wenn die Zwangsspannung kleiner als die Rissschnittgröße, also die Spannung, die zum Riss führt, ist. Empfehlungen aus dem „Lohmeyer Stahlbetonbau“[1] zur Ermittlung der Zwangsspannung werden auf der Seite „Zwang - verringerte Zwangsbeanspruchungen“ gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12706</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12706"/>
		<updated>2021-08-08T08:42:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diissbildung Betoonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden,. Dieses ssind der Zustand dee rstrissbildung und das abgeschlossene Rissbild. Bei der Erstrissbildung entsteht beim Überschreiten der Betonzugfestigkeit ein Einzelriss, der im Wirkungsbereich der Mindestbewehrung mit hoher Wahrscheinlichkeit die zulässige Rissbreite nicht übersteigt. Durch die Begrenzung der Rissbreite kann die volle Zwangskraft jedoch nicht nur durch diesen einen Riss abgebaut werden. Daher entstehen weitere Risse bis die Zwangskraft vollständig abgebaut ist. [1]&lt;br /&gt;
Bei der Rissbildung wird die freiwerdende Zugkraft, die im Beton zum Riss führt, vom Stahlquerschnitt aufgenommen. Von den Rissufern beginnend wird diese Kraft vom Stahl wieder in den Beton eingeleitet. Da die Zwangsschnittgröße durch den Riss teilweise abgebaut wird, übersteigen die Spannungen im Beton zunächst nicht wieder die Betonzugfestigkeit. Erst wenn die Zwangsspannung und damit auch die Zugspannung im Beton weiter ansteigt und die Betonzugfestigkeit überschreitet, entsteht der nächste Riss. Das abgeschlossene Rissbild ist erreicht, wenn die Zwangsbeanspruchung vollständig abgebaut ist und die Zugfestigkeit im Betonquerschnitt nicht mehr überschritten wird.&lt;br /&gt;
Der Rissabstand ergibt sich aus der Einleitungslänge, also der Länge, über welche die Kraft aus dem Stahl in den Beton eingeleitet wird. Bei einer geringen Beanspruchung entspricht der maximale Rissabstand der doppelten Einleitungslänge. Steigt die Beanspruchung an, verringert sich der Rissabstand auf die Größe der Einleitungslänge. [3]&lt;br /&gt;
Außerhalb des Wirkungsbereiches der Bewehrung laufen die entstehenden Einzelrisse zu Sammelrissen zusammen. Da die Breite dieser Sammelrisse größer als der vorgegebene Maximalwert ist, muss die Mindestbewehrung über die gesamte Höhe der Zugzone am Bauteilrand verteilt werden. Bei gegliederten Querschnitten muss die Bewehrung zusätzlich für die Teilquerschnitte einzeln ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Dabei ist sowohl die frühe Rissbildung durch den Zwang aus dem Abfließen der Hydratationswärme als auch die späte Rissbildung aus einer Überlagerung aus Last- und Zwangsbeanspruchungen zu berücksichtigen. Auch der Einfluss einer möglichen Überfestigkeit des Betons bei der Rissbildung infolge des späten Zwangs darf nicht vernachlässigt werden. Daher wird bei der Ermittlung der Mindestbewehrung für eine Beanspruchung aus spätem Zwang ein Mindestwert der Betonzugfestigkeit von fct,eff = 3,0 N/mm2 vorgegeben. [1]&lt;br /&gt;
Nach DIN EN 1992-1-1 darf die Bemessung der Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung mit dem Bemessungswert der Zwangsspannung σct,d erfolgen, wenn die Zwangsspannung kleiner als die Rissschnittgröße, also die Spannung, die zum Riss führt, ist. Empfehlungen aus dem „Lohmeyer Stahlbetonbau“[1] zur Ermittlung der Zwangsspannung werden auf der Seite „Zwang - verringerte Zwangsbeanspruchungen“ gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://baustatik-wiki.fiw.hs-wismar.de/mediawiki/index.php?title=Begrenzung_der_Rissbreite&amp;diff=12705</id>
		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T08:41:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diissbildung Betoonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden,. Dieses ssind der Zustand dee rstrissbildung und das abgeschlossene Rissbild. Bei der Erstrissbildung entsteht beim Überschreiten der Betonzugfestigkeit ein Einzelriss, der im Wirkungsbereich der Mindestbewehrung mit hoher Wahrscheinlichkeit die zulässige Rissbreite nicht übersteigt. Durch die Begrenzung der Rissbreite kann die volle Zwangskraft jedoch nicht nur durch diesen einen Riss abgebaut werden. Daher entstehen weitere Risse bis die Zwangskraft vollständig abgebaut ist. [1]&lt;br /&gt;
Bei der Rissbildung wird die freiwerdende Zugkraft, die im Beton zum Riss führt, vom Stahlquerschnitt aufgenommen. Von den Rissufern beginnend wird diese Kraft vom Stahl wieder in den Beton eingeleitet. Da die Zwangsschnittgröße durch den Riss teilweise abgebaut wird, übersteigen die Spannungen im Beton zunächst nicht wieder die Betonzugfestigkeit. Erst wenn die Zwangsspannung und damit auch die Zugspannung im Beton weiter ansteigt und die Betonzugfestigkeit überschreitet, entsteht der nächste Riss. Das abgeschlossene Rissbild ist erreicht, wenn die Zwangsbeanspruchung vollständig abgebaut ist und die Zugfestigkeit im Betonquerschnitt nicht mehr überschritten wird.&lt;br /&gt;
Der Rissabstand ergibt sich aus der Einleitungslänge, also der Länge, über welche die Kraft aus dem Stahl in den Beton eingeleitet wird. Bei einer geringen Beanspruchung entspricht der maximale Rissabstand der doppelten Einleitungslänge. Steigt die Beanspruchung an, verringert sich der Rissabstand auf die Größe der Einleitungslänge. [3]&lt;br /&gt;
Außerhalb des Wirkungsbereiches der Bewehrung laufen die entstehenden Einzelrisse zu Sammelrissen zusammen. Da die Breite dieser Sammelrisse größer als der vorgegebene Maximalwert ist, muss die Mindestbewehrung über die gesamte Höhe der Zugzone am Bauteilrand verteilt werden. Bei gegliederten Querschnitten muss die Bewehrung zusätzlich für die Teilquerschnitte einzeln ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Dabei ist sowohl die frühe Rissbildung durch den Zwang aus dem Abfließen der Hydratationswärme als auch die späte Rissbildung aus einer Überlagerung aus Last- und Zwangsbeanspruchungen zu berücksichtigen. Auch der Einfluss einer möglichen Überfestigkeit des Betons bei der Rissbildung infolge des späten Zwangs darf nicht vernachlässigt werden. Daher wird bei der Ermittlung der Mindestbewehrung für eine Beanspruchung aus spätem Zwang ein Mindestwert der Betonzugfestigkeit von fct,eff = 3,0 N/mm2 vorgegeben. [1]&lt;br /&gt;
Nach DIN EN 1992-1-1 darf die Bemessung der Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung mit dem Bemessungswert der Zwangsspannung σct,d erfolgen, wenn die Zwangsspannung kleiner als die Rissschnittgröße, also die Spannung, die zum Riss führt, ist. Empfehlungen aus dem „Lohmeyer Stahlbetonbau“[1] zur Ermittlung der Zwangsspannung werden auf der Seite „Zwang - verringerte Zwangsbeanspruchungen“ gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T08:41:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die &#039;&#039;&#039;Dauerhaftigkeit&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Erscheinungsbild&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diissbildung Betoonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden,. Dieses ssind der Zustand dee rstrissbildung und das abgeschlossene Rissbild. Bei der Erstrissbildung entsteht beim Überschreiten der Betonzugfestigkeit ein Einzelriss, der im Wirkungsbereich der Mindestbewehrung mit hoher Wahrscheinlichkeit die zulässige Rissbreite nicht übersteigt. Durch die Begrenzung der Rissbreite kann die volle Zwangskraft jedoch nicht nur durch diesen einen Riss abgebaut werden. Daher entstehen weitere Risse bis die Zwangskraft vollständig abgebaut ist. [1]&lt;br /&gt;
Bei der Rissbildung wird die freiwerdende Zugkraft, die im Beton zum Riss führt, vom Stahlquerschnitt aufgenommen. Von den Rissufern beginnend wird diese Kraft vom Stahl wieder in den Beton eingeleitet. Da die Zwangsschnittgröße durch den Riss teilweise abgebaut wird, übersteigen die Spannungen im Beton zunächst nicht wieder die Betonzugfestigkeit. Erst wenn die Zwangsspannung und damit auch die Zugspannung im Beton weiter ansteigt und die Betonzugfestigkeit überschreitet, entsteht der nächste Riss. Das abgeschlossene Rissbild ist erreicht, wenn die Zwangsbeanspruchung vollständig abgebaut ist und die Zugfestigkeit im Betonquerschnitt nicht mehr überschritten wird.&lt;br /&gt;
Der Rissabstand ergibt sich aus der Einleitungslänge, also der Länge, über welche die Kraft aus dem Stahl in den Beton eingeleitet wird. Bei einer geringen Beanspruchung entspricht der maximale Rissabstand der doppelten Einleitungslänge. Steigt die Beanspruchung an, verringert sich der Rissabstand auf die Größe der Einleitungslänge. [3]&lt;br /&gt;
Außerhalb des Wirkungsbereiches der Bewehrung laufen die entstehenden Einzelrisse zu Sammelrissen zusammen. Da die Breite dieser Sammelrisse größer als der vorgegebene Maximalwert ist, muss die Mindestbewehrung über die gesamte Höhe der Zugzone am Bauteilrand verteilt werden. Bei gegliederten Querschnitten muss die Bewehrung zusätzlich für die Teilquerschnitte einzeln ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Dabei ist sowohl die frühe Rissbildung durch den Zwang aus dem Abfließen der Hydratationswärme als auch die späte Rissbildung aus einer Überlagerung aus Last- und Zwangsbeanspruchungen zu berücksichtigen. Auch der Einfluss einer möglichen Überfestigkeit des Betons bei der Rissbildung infolge des späten Zwangs darf nicht vernachlässigt werden. Daher wird bei der Ermittlung der Mindestbewehrung für eine Beanspruchung aus spätem Zwang ein Mindestwert der Betonzugfestigkeit von fct,eff = 3,0 N/mm2 vorgegeben. [1]&lt;br /&gt;
Nach DIN EN 1992-1-1 darf die Bemessung der Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung mit dem Bemessungswert der Zwangsspannung σct,d erfolgen, wenn die Zwangsspannung kleiner als die Rissschnittgröße, also die Spannung, die zum Riss führt, ist. Empfehlungen aus dem „Lohmeyer Stahlbetonbau“[1] zur Ermittlung der Zwangsspannung werden auf der Seite „Zwang - verringerte Zwangsbeanspruchungen“ gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T08:41:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an &#039;&#039;&#039;die Dauerhaftigkeit, das Erscheinungsbild und die ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzende Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diissbildung Betoonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden,. Dieses ssind der Zustand dee rstrissbildung und das abgeschlossene Rissbild. Bei der Erstrissbildung entsteht beim Überschreiten der Betonzugfestigkeit ein Einzelriss, der im Wirkungsbereich der Mindestbewehrung mit hoher Wahrscheinlichkeit die zulässige Rissbreite nicht übersteigt. Durch die Begrenzung der Rissbreite kann die volle Zwangskraft jedoch nicht nur durch diesen einen Riss abgebaut werden. Daher entstehen weitere Risse bis die Zwangskraft vollständig abgebaut ist. [1]&lt;br /&gt;
Bei der Rissbildung wird die freiwerdende Zugkraft, die im Beton zum Riss führt, vom Stahlquerschnitt aufgenommen. Von den Rissufern beginnend wird diese Kraft vom Stahl wieder in den Beton eingeleitet. Da die Zwangsschnittgröße durch den Riss teilweise abgebaut wird, übersteigen die Spannungen im Beton zunächst nicht wieder die Betonzugfestigkeit. Erst wenn die Zwangsspannung und damit auch die Zugspannung im Beton weiter ansteigt und die Betonzugfestigkeit überschreitet, entsteht der nächste Riss. Das abgeschlossene Rissbild ist erreicht, wenn die Zwangsbeanspruchung vollständig abgebaut ist und die Zugfestigkeit im Betonquerschnitt nicht mehr überschritten wird.&lt;br /&gt;
Der Rissabstand ergibt sich aus der Einleitungslänge, also der Länge, über welche die Kraft aus dem Stahl in den Beton eingeleitet wird. Bei einer geringen Beanspruchung entspricht der maximale Rissabstand der doppelten Einleitungslänge. Steigt die Beanspruchung an, verringert sich der Rissabstand auf die Größe der Einleitungslänge. [3]&lt;br /&gt;
Außerhalb des Wirkungsbereiches der Bewehrung laufen die entstehenden Einzelrisse zu Sammelrissen zusammen. Da die Breite dieser Sammelrisse größer als der vorgegebene Maximalwert ist, muss die Mindestbewehrung über die gesamte Höhe der Zugzone am Bauteilrand verteilt werden. Bei gegliederten Querschnitten muss die Bewehrung zusätzlich für die Teilquerschnitte einzeln ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Dabei ist sowohl die frühe Rissbildung durch den Zwang aus dem Abfließen der Hydratationswärme als auch die späte Rissbildung aus einer Überlagerung aus Last- und Zwangsbeanspruchungen zu berücksichtigen. Auch der Einfluss einer möglichen Überfestigkeit des Betons bei der Rissbildung infolge des späten Zwangs darf nicht vernachlässigt werden. Daher wird bei der Ermittlung der Mindestbewehrung für eine Beanspruchung aus spätem Zwang ein Mindestwert der Betonzugfestigkeit von fct,eff = 3,0 N/mm2 vorgegeben. [1]&lt;br /&gt;
Nach DIN EN 1992-1-1 darf die Bemessung der Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung mit dem Bemessungswert der Zwangsspannung σct,d erfolgen, wenn die Zwangsspannung kleiner als die Rissschnittgröße, also die Spannung, die zum Riss führt, ist. Empfehlungen aus dem „Lohmeyer Stahlbetonbau“[1] zur Ermittlung der Zwangsspannung werden auf der Seite „Zwang - verringerte Zwangsbeanspruchungen“ gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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		<title>Begrenzung der Rissbreite</title>
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		<updated>2021-08-08T08:40:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;MExner: /* Allgemeines */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Betonbauteilen entstehen Risse, wenn die Betonzugfestigkeit durch eine Last- oder Zwangsbeanspruchung oder eine Kombination beider überschritten wird. Zur Erfüllung der Gebrauchstauglichkeitsanforderungen muss die Rissbildung bzw. die Rissbreie begrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Allgemeines =&lt;br /&gt;
Risse in Stahlbetonbauteilen können insbesondere zur Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit führen durch:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:* die Veränderung des äußerlichen Erscheinungsbildes, wodurch Unbehagen bei Nutzern ausgelöst wird kann oder die Anforderungen an die Optik der Bauteiloberflächen nicht erfüllt werden&lt;br /&gt;
:* zum lokalen Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung&lt;br /&gt;
:* die Erhöhung der Durchlässigkeit des Bauteils (z.B. bei Anforderungen an die Wasserundurchlässigkeit)&lt;br /&gt;
:* ggf. die Widerstandsfähigkeit gegen Frosteinwirkungen&lt;br /&gt;
:* Beeinflussung des Verformungsverhaltens (z.B. Zunahme der Durchbiegung)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wirkt sich die Rissbildung auch auf das Tragverhaltens der Bauteile aus (Änderung der Spannungsverteilung im Querschnitt, ggf. Änderung des statischen Systems).&lt;br /&gt;
Dieses wird nach Eurocode 2 durch die Bemessung im Grenzzustand der Tragfähigkeit im Zustand 2 abgesichert, wobei hinsichtlich der Rissbegrenzung der Berücksichtigung des realistischen Tragverhaltens eine besondere Bedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an &#039;&#039;&#039;die Dauerhaftigkeit, das Erscheinungsbild und die ordnungsgemäße Nutzbarkeit des Tragwerks&#039;&#039;&#039; werden nach Eurocode 2 im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit durch eine &#039;&#039;&#039;rissbreitenbegrenzenden Bewehrung&#039;&#039;&#039; sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vorgang der Rissbildung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustände der Rissbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diissbildung Betoonbauteilen kann in zwei Zustände unterschieden werden,. Dieses ssind der Zustand dee rstrissbildung und das abgeschlossene Rissbild. Bei der Erstrissbildung entsteht beim Überschreiten der Betonzugfestigkeit ein Einzelriss, der im Wirkungsbereich der Mindestbewehrung mit hoher Wahrscheinlichkeit die zulässige Rissbreite nicht übersteigt. Durch die Begrenzung der Rissbreite kann die volle Zwangskraft jedoch nicht nur durch diesen einen Riss abgebaut werden. Daher entstehen weitere Risse bis die Zwangskraft vollständig abgebaut ist. [1]&lt;br /&gt;
Bei der Rissbildung wird die freiwerdende Zugkraft, die im Beton zum Riss führt, vom Stahlquerschnitt aufgenommen. Von den Rissufern beginnend wird diese Kraft vom Stahl wieder in den Beton eingeleitet. Da die Zwangsschnittgröße durch den Riss teilweise abgebaut wird, übersteigen die Spannungen im Beton zunächst nicht wieder die Betonzugfestigkeit. Erst wenn die Zwangsspannung und damit auch die Zugspannung im Beton weiter ansteigt und die Betonzugfestigkeit überschreitet, entsteht der nächste Riss. Das abgeschlossene Rissbild ist erreicht, wenn die Zwangsbeanspruchung vollständig abgebaut ist und die Zugfestigkeit im Betonquerschnitt nicht mehr überschritten wird.&lt;br /&gt;
Der Rissabstand ergibt sich aus der Einleitungslänge, also der Länge, über welche die Kraft aus dem Stahl in den Beton eingeleitet wird. Bei einer geringen Beanspruchung entspricht der maximale Rissabstand der doppelten Einleitungslänge. Steigt die Beanspruchung an, verringert sich der Rissabstand auf die Größe der Einleitungslänge. [3]&lt;br /&gt;
Außerhalb des Wirkungsbereiches der Bewehrung laufen die entstehenden Einzelrisse zu Sammelrissen zusammen. Da die Breite dieser Sammelrisse größer als der vorgegebene Maximalwert ist, muss die Mindestbewehrung über die gesamte Höhe der Zugzone am Bauteilrand verteilt werden. Bei gegliederten Querschnitten muss die Bewehrung zusätzlich für die Teilquerschnitte einzeln ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Dabei ist sowohl die frühe Rissbildung durch den Zwang aus dem Abfließen der Hydratationswärme als auch die späte Rissbildung aus einer Überlagerung aus Last- und Zwangsbeanspruchungen zu berücksichtigen. Auch der Einfluss einer möglichen Überfestigkeit des Betons bei der Rissbildung infolge des späten Zwangs darf nicht vernachlässigt werden. Daher wird bei der Ermittlung der Mindestbewehrung für eine Beanspruchung aus spätem Zwang ein Mindestwert der Betonzugfestigkeit von fct,eff = 3,0 N/mm2 vorgegeben. [1]&lt;br /&gt;
Nach DIN EN 1992-1-1 darf die Bemessung der Mindestbewehrung zur Rissbreitenbegrenzung mit dem Bemessungswert der Zwangsspannung σct,d erfolgen, wenn die Zwangsspannung kleiner als die Rissschnittgröße, also die Spannung, die zum Riss führt, ist. Empfehlungen aus dem „Lohmeyer Stahlbetonbau“[1] zur Ermittlung der Zwangsspannung werden auf der Seite „Zwang - verringerte Zwangsbeanspruchungen“ gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risse infolge Lastbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Zulässige Rissbreiten (Dauerhaftigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Nachweisverfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mindestbewehrung für Zwangsbeanspruchungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung des Stabdurchmessers ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzung der Stababstände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Rissbreite ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Quellen=&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>MExner</name></author>
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