Verankerung am Kragarmende (Bsp.): Unterschied zwischen den Versionen
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<math>p_{Ed} = 1,35 \cdot 40 kN/m + 1,5 \cdot 25 kN/m = 91,5 kN/m</math> | <math>p_{Ed} = 1,35 \cdot 40 kN/m + 1,5 \cdot 25 kN/m = 91,5 kN/m</math> | ||
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<math>l_{bd} = 42,45 cm \leq 45,00 cm = l_{b,vorh}</math> | <math>l_{bd} = 42,45 cm \leq 45,00 cm = l_{b,vorh}</math> | ||
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Version vom 2. Mai 2022, 08:37 Uhr
Berechnungsbeispiel zur Verankerung am Kragarmende
Kontext
In diesem Berechnungsbeispiel ist die Verankerungslänge der Zugbewehrung am Ende eines Kragarms nachzuweisen. Allgemeine Regeln zur Verankerungslänge und spezielle Hinweise zum Kragarmende finden sich hier
Aufgabenstellung
Schnitt noch überprüfen, untere Bewehrung
Für den dargestellten Träger mit Kragarm ist die Verankerungslänge am Kragarmende zu bestimmen.
Gegeben sind folgende Daten:
- Beton:
- Betondeckung:
- Nutzhöhe obere Bewehrungslage:
- Gewählte Bewehrung oben am Kragarmende:
- Druckstrebenneigungswinkel: ° →
Lösung
Verbundfestigkeit
Bewehrung oben → mäßiger Verbund
→ C30/37 →
Versatzmaß
Bei seitlich ausgelagerter Bewehrung ist das Versatzmaß um den Abstand der ausgelagerten Stäbe vom Stegrand zu erhöhen. Dieser Wert beträgt hier .
Randzugkraft
Die Randzugkraft wird hier über das Verschieben der Zugkraftlinie um das Versatzmaß ermittelt. Dazu wird das Moment an der Stelle berechnet.
Erforderliche Bewehrung
Stahlspannung
Vorhanden: →
Grundwert der Verankerungslänge
Bemessungswert der Verankerungslänge
Formgebung: Gerades Stabende →
Querbewehrung: Vernachlässigbar →
Angeschweißte Querstäbe: Keine →
Querdruck: Nicht vorhanden →
Mindestverankerungslänge
Nachweis der Verankerungslänge
Als Verankerungslänge soll hier gewählt werden: .